Die Lösung im Fall BCS liegt in einer halboffenen Raumlandschaft. Halboffen bedeutet in diesem Fall ein durch variable Raumstruktursysteme nach Funktionsbereichen gegliedertes Großraumbüro, das sich unabhängig vom Gebäudekörper möglichen Änderungen kostengünstig anpassen kann. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte diese neue Lösung gegenüber dem bereits geplanten Trockenbau durchgesetzt werden. Kerngedanke war, die Bürowelt zu einer Landschaft mit freien Gestaltungsmöglichkeiten werden zu lassen. Die Raumstruktur maßgeschneidert zur Raumnutzung, die Ausstattung angemessen an den Bedürfnissen, die Farben und Materialien abgestimmt auf die Nutzer. Transparente Bauelemente unterstützen dabei die Interaktion von Mitarbeitern. Durch den guten Überblick über den Raum können diese direkt reagieren. Einem schnellen Kommunikationsaustausch steht damit nichts im Wege. Andere mehr abzugrenzende Bereiche wie beispielsweise die Buchhaltung wurden mit Sichtschutzelementen räumlich abgeschirmt. Das Chefzimmer ist mit Akustikelementen ausgestattet. Die Redaktion selbst als großer, offener Raum mit festen und flexiblen Arbeitsplätzen wurde mit halbtransparenten Kommunikations- beziehungsweise Konzentrationsinseln kombiniert, die Möglichkeiten des Rückzuges für Konferenzen, Teambesprechungen und konzentriertes Arbeiten schaffen.
Erfinder dieser „Rauminseln“ und seit Jahren Vorreiter von intelligenten Raumstruktursystemen ist das zur Dauphin HumanDesign Group gehörende Unternehmen Bosse Design. Basierend auf dem Prinzip der flexiblen Raumstruktur „human space“ entwickelten die Büroexperten aus Höxter einen Inselkubus, genannt „Bosse Cube“, der in sich geschlossen frei in einem Großraum positioniert werden kann. Besagter Insel gleich schafft dieser Kubus Raum im Raum für Konzentration, Kommunikation und Regeneration und nimmt damit jedem Großraum den Schrecken. Denn statt nicht regulierbarer Lautstärke, mangelnder Privatsphäre und anderen Leistungskillern im offenen Raum, schafft der Cube Raum für alles, was sich in offenen Bürolandschaften nicht gut machen lässt.
Erste Lorbeeren verdiente Bosse Design sich mit den Cubes bei der Ausstattung der Großraumbüros von Bosch Siemens Hausgeräte im Jahr 2004. Inzwischen optimiert arbeiten die „Bosse Cubes“ mittlerweile mit einem patentierten Zu- und Entlüftungssystem, das den optimalen Luftaustausch im Cube gewährleistet. Die Temperatur wird dabei konstant gehalten. Ein nach Herstellerangabe am Markt derzeit einzigartiger Produktvorteil, der so genannte „thermische Behaglichkeit“ garantiert. Auch die akustischen Eigenschaften des „Bosse Cubes“ sprechen für sich: durchschnittlich werden Messwerte von über 26 dB erreicht. Die Elektrifizierung ist in dem Cube-Rahmen eingelegt. Systemstützen nehmen alle erforderlichen Schalter, Dimmer, Steckdosen oder Datenmodule sauber auf. Spezielle Finanzierungsmodelle über Miete, Mietkauf oder Leasing machen die Cubes allgemein erschwinglich, zumal die wirtschaftlichen Vorteile bei effizientem Umgang mit teurer Bürofläche die Anschaffungskosten schnell amortisieren.
Bosse Design hatte für die BCS jedoch noch mehr in petto: Die multifunktionale Einrichtungslösung „modul space“. Sie rundet die Cubes und die Bosse-Raumstruktur „human space“ in der übrigen Ausstattung durch zeitlose und geradlinige Möbelarchitektur harmonisch ab. Ob Theke, Tisch, Schrank, Regal oder Container, verbindendes Element aller „modul space“-Korbuslösungen sind zehn verschiedene Knoten. Mit ihrer Hilfe sind alle denkbaren Höhen, Breiten, Abstufungen und Einteilungen gestaltbar. Eine fast unbegrenzte Materialvielfalt ermöglicht es auf Kundenwünsche einzugehen. Im Falle der BCS waren es unter anderem beleuchtete Elemente in der Theke.
Komplettiert wird diese Büroausstattung durch die passenden Sitzmöbel. Ob Chefsessel, Konferenzdrehstühle, Loungechairs, Bürodrehstühle oder Mehrzweckstühle für Besprechungszimmer und Pausenräume, alles kommt von der Dauphin HumanDesign Group, die sich mit ihren Marken Bosse, Dauphin, Trendoffice und Züco vor dem Hintergrund einer ganzheitlichen „HumanDesign-Philosophie“ Komplettlösungen für den gesamten Objektbereich verschrieben hat. Vorteil für den Kunden: alles kommt aus einer Hand und ist aufeinander abgestimmt. Der Abnehmer kann aus einem großen, bunten Baukasten zusammenstellen und hat nur einen Lieferanten.
Mit der Philosophie der Ganzheitlichkeit und „Officekompetenz aus einer Hand“ hat der Unternehmer und DHDG*-Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Dauphin vor Jahren erneut guten Instinkt bewiesen. Der Markt, in dem sich Dauphin als reiner Stuhlanbieter bewegte, musste in den letzten Jahren starke Umsatzeinbrüche hinnehmen. Zum einen gab die Wirtschaft weniger Geld für ihre Büroeinrichtung aus, zum anderen braucht sie immer weniger Büros, weil immer mehr Arbeitsplätze abgebaut werden. „Wir müssen verstehen, wie sich Strukturen ändern, um darauf reagieren zu können“, erklärt der visionäre Unternehmer, der bereits seit den 70er Jahren erfolgreich Lean Production realisiert, und wandelte sich in den letzten fünf Jahren vom reinen Stuhllieferanten zum anerkannten Komplettanbieter für ganzheitliche Arbeitswelten. Damit hat die Dauphin-Gruppe alle Mittel an der Hand, immer wieder neuartige Konzepte für geforderte Raumnutzung effizient und wirtschaftlich zu entwickeln.
| Objekt: |
BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG, Dresden |
| Generalunternehmer + Fachhändler: |
saxOcom Büro & Informationssysteme AG, Dresden |
| Einrichtung: | Raumgliederungssystem „human space“, Inselkubus „Bosse Cube“, Möbelsystem „modul space“, Sitzlösungen der Marken Dauphin, Züco und Trendoffice |
| Hersteller: | Dauphin HumanDesign® Group, Offenhausen |
| Umbaubauzeit der Büroetage: |
Vier Monate |
| Fläche: | 1.200 Quadratmeter Büro 500 Quadratmeter Business Center |
| Umzug: | Standortverlagerung von 120 Mitarbeitern Dauer 14 Nächte bei laufendem Sendebetrieb, Anlieferung und Aufbau des Mobiliars: 1 Tag |











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